Flossenschwimmen

Flossenschwimmen ist als Leistungssport die schnellste Möglichkeit sich aus eigener Kraft im Wasser fortzubewegen. Dabei hilft die sogenannte Monoflosse, eine große Flosse in der beide Füße fixiert sind. Mit delphinähnlichen Bewegungen werden Spitzengeschwindigkeiten von deutlich über 3 m/s erreicht (50m-Weltrekord von 2008: 14,04s). Seit 2006 wird dieser Sport auch aus Gründen einer höheren Medienwirksamkeit in Deutschland offiziell als Finswimming bezeichnet.

Zur Grundausrüstung eines jeden Flossenschwimmers zählt die Monoflosse (in einigen Ausnahmefällen auch noch die Duo- oder Stereoflosse), ein Mittelschnorchel für die Überwasserstrecken, sowie eine Maske oder Schwimmbrille.

Das große Blatt der Monoflosse besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Auf ihr sind die Fußteile angebracht, in denen der Sportler seine Füße steckt. Hergestellt werden diese Flossen in der Ukraine, Russland, China, Estland, Frankreich und Italien. Die am meisten in Deutschland verwendeten Flossen kommen aus Kiev (Ukraine) und Russland. In den letzten Jahren haben sich die Flossen stark weiterentwickelt.

Bestand die Flosse früher nur aus dem Flossenblatt und den Fußteilen aus Gummi, so ist das Flossenblatt bei den neuen Flossen zusätzlich noch an den oberen Rändern mit Neopren und einer Gummischicht ummantelt, welche den Schwimmer beim Schlagen der Flosse unterstützt und das Wasser strömungsgünstiger um die Flosse leitet. Dieser Flossentyp heißt Android, benannt nach ihrem Erfinder oder erstem Hersteller Andronov aus Smolensk, welche schon längere Zeit im Orientierungstauchen zum Einsatz kommt. Weitere Namen von unterschiedlichen Herstellern sind Skorjenko/Wing (Russland), ChenBin (China), Hyper (Estland) und Gipper (Ukraine).

Bei den Überwasserstrecken wird über den Mittelschnorchel geatmet. Im Unterschied zum „normalen“ Schnorchel, wie man ihn vom Tauchen her kennt, verläuft dieser nicht an der Seite des Kopfes, sondern vom Mund über die Nase nach oben. Um eine Stromlinienform zu erreichen ist er leicht nach hinten gebogen.

Um im Wasser auch etwas zu sehen, benutzt man eine Maske. Diese besteht aus Kunststoff und bietet sowohl Augen als auch Nase Schutz vor dem Wasser. Einige Trainer raten vom Gebrauch einer Maske ab und empfehlen eine normale Schwimmbrille.

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