Gaelic Football

Gaelic Football (irisch: peil, caid oder peil Ghaelach) ist eine Sportart, welche Elemente des Fußball und Rugby aufweist und hauptsächlich in Irland ausgeübt wird, wo es neben Hurling eine der populärsten einheimischen Sportarten ist. Die Organisation des Sports obliegt der Gaelic Athletic Association (GAA). Der Sport ähnelt anderen keltischen Spielen und Australian Football. Als ein Kompromiss zwischen den irischen und den australischen Regeln wurde International Rules Football eingeführt, um Länderspiele zu ermöglichen.

Das Spiel wird durch einen Einwurf des Schiedsrichters an der Mittellinie gestartet. Dabei müssen sich, bis auf 2 Spieler jeder Mannschaft, alle Spieler hinter den 45-Meter-Linien befinden.

Auch wenn das Spiel Football heißt, darf der Ball mit jedem Körperteil gespielt werden. Allerdings ist es nicht erlaubt den Ball mit der Hand vom Boden aufzuheben. Ausnahme: Der Torwart in seinem eigenen Torraum. Ein Spieler darf mit dem Ball in der Hand maximal 4 Schritte machen. Das Ballhalten ist nur für 4 Sekunden erlaubt (Wortlaut in der Regel: Die Zeit, die man braucht um 4 Schritte zu machen).

Eine beliebte Art den Ball zu führen ist das sogenannte Toe-Tapping. Dabei wird der Ball im Laufen, nach maximal 4 Schritten, vom Fuß wieder in die Hand gespielt. Außerdem darf der Ball auch auf den Boden geprallt werden, wie beim Handball oder Basketball. Ein Spieler in Ballbesitz darf einmal den Ball zwischen den Händen wechseln. Beim Wechseln müssen beide Hände gleichzeitig den Ball berühren, d.h. er darf nicht in die andere Hand geworfen werden. Nach jedem Prallen bzw. Toe-Tapping ist ein erneutes Wechseln der Hände gestattet.

Weitergegeben werden darf der Ball mit allen Körperteilen. Beim sogenannten Handpass muss der Ball mit der Faust oder der offenen Hand geschlagen werden. Dabei muss eine Schlagbewegung deutlich erkennbar sein. Den Ball zu werfen ist in keinem Fall erlaubt.

Nach einem Foul wird das Spiel mit einem Freistoß, Free-Kick genannt, fortgesetzt. Der Freistoß wird am Ort des Fouls ausgeführt. Wird ein Foul im Strafraum begangen, gibt es einen Penalty-Kick vom Mittelpunkt der 13-Meter-Linie aus. Dabei darf nur der Torhüter der anderen Mannschaft auf der Torlinie stehen. Alle anderen Spieler stehen hinter der 20-Meter-Linie. Mit Ausnahme von Freistößen von der gegnerischen 13-Meter-Linie und des Penalty-Kick, dürfen alle Freistöße auch aus der Hand ausgeführt werden.

Das Spiel wird mit einem sogenannten Kick-out fortgesetzt, wenn eine Mannschaft ein Tor oder Punkt erzielt hat (von der 20-Meter-Linie) oder wenn die angreifende Mannschaft den Ball ins Toraus spielt (aus dem jeweiligen Torraum). Dabei muss der Ball am Boden liegen. Wird der Ball von der verteidigenden Mannschaft ins Toraus gespielt, erhält die angreifende Mannschaft einen Free-Kick (vom Boden) von der 45-Meter-Linie. Spielt eine Mannschaft den Ball ins Seitenaus, erhält das andere Team einen Free-Kick aus der Hand von der Seitenauslinie an der Stelle, an der der Ball das Feld verlassen hat.

Als schweres Foul gilt es einen anderen Spieler mit Arm, Hand oder Kopf zu schlagen oder ihn zu treten. Leichtere Fouls sind Festhalten, Schubsen, Anspringen oder den Gegner mit Hand oder Bein zu Fall bringen. Ein Spieler kann für ein GV-Foul verwarnt bzw. bei einem weiteren Vergehen des Feldes verwiesen werden. Bei einem schweren Foul wird sofort ein Feldverweis ausgesprochen. Ein des Feldes verwiesener Spieler darf nicht ersetzt werden.

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