Jai Alai

Jai Alai oder Cesta-Punta (spanisch für Spitzkorb) ist eine Variante des baskischen Pelotaspiels. Baskische Auswanderer brachten ihren Nationalsport Pelota mit in die USA, wo das Spiel stellenweise verbreitet ist. Das Spielprinzip beruht auf dem Werfen des Balles gegen die Wand, wobei der zurückspringende Ball nur einmal den Boden berühren darf, bevor er vom gegnerischen Spieler gefangen und seinerseits wieder gegen die Wand gespielt wird.

Diese Spielweise ist noch am ehesten mit dem im deutschsprachigen Raum bekannteren Squash zu vergleichen. Anstatt eines Schlägers verwendet jeder Spieler jedoch eine schmale korbförmige Verlängerung an seinem Wurfarm, welcher eine enorme Beschleunigung des Balles ermöglicht.

Das Spielgerät ist ein tennisballgroßer, mit Wolle, in späterer Zeit durch Nylon ersetzt, umwickelter und mit Ziegenleder bezogener 130 g schwerer Vollgummiball (spanisch: pelota; baskisch: pilota). Das Leder ist wie bei einem Baseballball vernäht und ähnelt diesem äußerlich sehr stark. Die Bälle lassen sich nur in Handarbeit herstellen und sind daher teuer (bis zu 200 $); dabei sind sie nur 15 bis 20 Minuten spielbar, bevor sie repariert werden müssen.

Dies resultiert aus der enormen Geschwindigkeit, mit der diese Bälle gegen die Granitoberfläche der Betonmauer geworfen werden. Im Guinness-Buch der Rekorde wird die Höchstgeschwindigkeit mit 188 mph (302,5 km/h) angegeben. Jose Ramon Areitio stellte diesen Rekord am 3. August 1979 im Frontón auf Rhode Island auf.

Die persönliche Ausrüstung der Spieler besteht aus langen weißen Hosen und weißen Schuhen. Die Trikots sind entsprechend der Reihenfolge der Spieler gefärbt und mit der jeweiligen Positionsnummer auf dem Rücken gekennzeichnet. Die Farben sind in den Regeln genau festgelegt, damit die Wetter das Spiel leichter verfolgen und ihre Favoriten besser von den anderen Spielern unterscheiden können. In den Anfängen des Sports waren auch die Hemden weiß und die gegnerischen Spieler trugen zur Unterscheidung verschiedenfarbige Bauchbinden, meist in den Farben blau und rot.

Aus Gründen der Sicherheit schreibt das Reglement das Tragen von Helmen vor, weil in der Vergangenheit immer wieder schwere Unfälle und sogar Tote zu beklagen waren. Der charakteristischste Teil der Ausrüstung ist der Cesta Punta (spanisch: Spitzkorb). Er ermöglicht erst die rasanten Geschwindigkeiten der Bälle, durch die damit erreichte Verlängerung des Armes. Der rinnenförmige und gebogene Korb läuft zum einen Ende flach aus und wird am anderen Ende durch eine handschuhartige Lederscheide und mit Riemen an der rechten Hand und dem Unterarm des Spielers befestigt.

Aus Sicherheitsgründen wird ausschließlich mit der rechten Hand gespielt, damit der Ball nicht direkt Richtung Zuschauer geschleudert wird. Für die Profispieler fertigen spezialisierte Handwerker die Cestes aus geflochtenem Schilf und dem Holz spanischer Kastanien an.

Insbesondere in Florida wurde das professionelle Jai-Alai-Spiel auch Grundlage eines Systems von Sportwetten als Alternative zu Pferde- und Hunderennenwetten.

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