Kanupolo

Kanupolo ist ein Mannschaftssport, bei dem 2 Teams mit je 5 Spielern gegeneinander antreten und der auf einer Wasserfläche gespielt wird. Dabei sitzen die Spieler in kleinen und wendigen Einerkajaks und versuchen den Ball mit der Hand oder mit dem Paddel in das gegnerische Tor zu bringen. Es wird mit fliegendem Torwart gespielt. Das heißt, dass immer der Spieler Torwart ist, der gerade dem Tor am nächsten ist. Kanupolo gehört zu den eher unbekannten Sportarten.

In Deutschland hat sich in den letzten Jahren allerdings eine rege Szene gebildet und der Sport erfreut sich wachsender Beliebtheit. Über 100 Vereine in Deutschland üben diesen Sport aus, sowie eine große Anzahl an Vereinen in anderen Ländern wie England, Frankreich, Schweiz, Holland, Belgien und Spanien. Eine gesellschaftliche Bedeutung ist bisher nicht vorhanden, doch jedes Jahr steigt die Anzahl der Vereine, die Kanupolo anbieten. Nicht nur Vereine spielen Kanupolo, sondern auch Schulen und vor allem Hochschulen haben es in ihr Programm aufgenommen. Auch hier ist eine zunehmende Ausbreitung zu beobachten.

Der Ball kann sowohl mit den Händen als auch mit dem Paddel gespielt werden. Innerhalb von fünf Sekunden muss der Ball wieder abgegeben oder mindestens einen Meter horizontal vom Körper weg gespielt werden. Jeder Körperkontakt mit dem Gegner ist verboten, dazu zählt natürlich insbesondere Berührung des Gegners mit dem Boot oder dem Paddel. Eine Ausnahme davon ist, dass der Gegner, der gerade den Ball kontrolliert, an der Schulter oder der Seite geschubst werden darf, um ihn zum Kentern zu bringen. Jedes gefährliche Spiel wird als Foul abgepfiffen, dazu gehört auch das Schubsen auf einen anderes Boot oder auf eine Schwimmleine.

Im 6 Meter Raum vor dem Tor der verteidigenden Mannschaft darf man seine Gegner mit dem Boot wegschieben. Außerhalb dieses Bereichs ist das Schieben und Blockieren mit dem Boot verboten, es sei denn, es wird um einen Ball gekämpft. Um Verletzungen vorzubeugen, ist das zu harte Rammen im Bereich der Bootsmitte verboten. Aufpassen muss man auch auf den gegnerischen Torwart, der darf nicht berührt oder behindert werden.

Wenn der Ball das Spielfeld verlässt (Seitenaus, Torabwurf, Mittenanwurf nach Tor, Eckball) wird ein (indirekter) Freiwurf ausgeführt. Alle Fouls führen zu einem (direkten) Freischuss. Auf Regelverstöße, die ein fast sicheres Tor verhindern, folgt ein Penalty. Dabei darf ein Spieler des benachteiligten Teams aus sechs Meter Entfernung auf das unverteidigte Tor werfen. Die restlichen Spieler beider Teams müssen in die andere Spielfeldhälfte und dürfen erst nach dem Anpfiff wieder eingreifen.

Bei einem Entscheidungswerfen (Penaltywerfen) werden die Penalties anders ausgeführt: Hier wird von der 4,5 Meter Linie geworfen, allerdings wird das Tor vom Torwart verteidigt.

Zwei Schiedsrichter pfeifen ein Spiel. Sie werden von zwei Linienrichtern, zwei Zeitnehmern und dem Protokollführer unterstützt. Dazu kommt ein Bootsprüfer, der vor dem Spiel die Ausrüstung kontrolliert. Neben den bisher genannten Spielstrafen können die Schiedsrichter auch Karten zeigen: Grün – Verwarnung, Gelb – Zwei Minuten Platzverweis und Rot – Platzverweis bis zum Spielende, ein Spiel Sperre und eventuell weitere Konsequenzen.

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