Kunstflug (Flugakrobatik)

Der Kunstflug ist eine mit einem hierfür geeigneten und zugelassenen Motorflugzeug, Segelflugzeug oder Hubschrauber ausgeführte Flugbewegung oder -figur, die für den Normalflug nicht erforderlich ist. Damit verbunden sind oft anomale Fluglagen und Fluggeschwindigkeiten sowie spezielle Flugmanöver wie beispielsweise Formationsflüge. Mit dem Wort „Kunstflug“ wurden in der Frühzeit der Fliegerei alle durch den Menschen unternommene Flugversuche bezeichnet, als Gegensatz zum natürlichen Flug der Vögel. Siehe dazu Geschichte der Luftfahrt.

Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden zwischen dem als Sport betriebenen „reinen“ Kunstflug und den Vorführungen an Flugschauen. Der Unterschied ist vergleichbar zu dem zwischen Kunstturnen und Zirkusakrobatik.

Beim als Sport betriebenen (reinen) Kunstflug versucht ein Pilot, vorgegebene Figuren möglichst präzise zu fliegen. Dabei gibt es für jede Abweichung von der Idealform Abzüge, wobei diese Abweichungen nur für Fachleute zu erkennen sind, was diese Form des Kunstflugs für Laien weniger interessant macht. Der an Flugschauen gezeigte Kunstflug ist dagegen meist auf ein Laienpublikum zugeschnitten: Im Vordergrund steht die spektakuläre Schau, die fliegerische Technik tritt in den Hintergrund.

Im Englischen haben sich für diese zwei Arten der Fliegerei auch zwei verschiedene Wörter herausgebildet: „Aerobatics“ und „Stuntflying“. Leider wird diese Unterscheidung aber vor allem von Laien nicht konsequent angewandt. Auf Deutsch gibt es diese sprachliche Unterscheidungsmöglichkeit nicht.

Sportlicher Kunstflug ist nicht gefährlicher als normales Fliegen, wenn der Pilot für den Kunstflug ausgebildet ist und sich an die Grenzen seiner Fähigkeiten und der des Flugzeugs hält. Während der Kunstflugausbildung beschäftigt er sich intensiv mit diesen Grenzen und lernt, auch außergewöhnliche Flugzustände zu beherrschen. Eine Kunstflugausbildung wird daher von vielen Piloten auch als nützliches Sicherheitstraining angesehen.

Die gesetzliche Mindestflughöhe beim Kunstflug, in Deutschland 450 Meter, reicht zudem aus, um ein Flugzeug wieder abzufangen, sollte es einmal „aus einer Figur herausfallen“, was vor allem während der Ausbildung oder beim Einüben einer neuen Figur immer wieder einmal vorkommt. Daher sind Unfälle beim Kunstflug sehr selten. (Bei Wettbewerben der fortgeschrittenen Klassen gilt eine niedrigere Mindestflughöhe.)

Bei Flugschauen hingegen fliegen die Piloten zum Teil erheblich tiefer, um eine spektakuläre Schau zu bieten. Misslingt auf dieser Höhe ein Manöver, so bleibt kaum noch Zeit und Raum, den Fehler zu korrigieren. Eric Müller bringt es in seinem 1983 geschriebenen Buch „Flight Unlimited“, einem Kunstflug-Lehrbuch, das noch heute als Standardwerk gilt, auf den Punkt: „Seit sechzig oder so Jahren scheint es an Flugschauen einen permanenten Wettbewerb zu geben, wer im Rückenflug am tiefsten fliegen kann.

Dieser Wettbewerb wurde noch jedes Mal von jenem Piloten gewonnen, dessen Rückenflug im Boden endete“ (aus dem Englischen übersetzt). Ebenso birgt der Formationsflug nicht zu unterschätzende Gefahren.

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