Rudern

Der Ausdruck Rudern bezeichnet allgemein die Fortbewegung eines Wasserfahrzeuges durch menschliche Kraft mittels Riemen oder Skulls. Beim Skullen (engl. sculling) hält ein Ruderer in jeder Hand jeweils ein Ruder: das sogenannte Skull. Beim Riemenrudern (engl. rowing) hingegen hält der Ruderer ein Ruder, den Riemen, mit beiden Händen.

Rudern kann ab einem Alter von ca. acht Jahren (entscheidend ist hier vor allem die Körpergröße / Wettkampfrudern ist ab einem Alter von zehn Jahren möglich) bis ins hohe Alter betrieben werden. Als eine von wenigen Sportarten wirkt sich Rudern auf alle Hauptmuskelgruppen positiv aus und ist dazu äußerst kreislauffördernd. Beim Sportrudern wird über einen Rollsitz auch die Beinmuskulatur (70%) eingesetzt. Verletzungen sind selten, nach Untersuchungen von Krankenkassen zählt Rudern zu den gesündesten und ungefährlichsten Sportarten.

Dennoch sind auch Fälle bekannt, bei denen Ruderer nach Unfällen im Wasser ertrunken sind. Gefahr besteht in der Kaltwassersaison, die in Mitteleuropa etwa neun Monate dauert. Gefährlich sind Flüsse mit starker Strömung, aber auch Seen im Zusammenspiel mit den Wetterbedingungen [2]. Auf Gewässern, die für den Schiffsverkehr genutzt werden, kann es zu Kollisionen und Unfällen kommen. So starb am 31. Mai 2006 in Windorf bei Passau ein 46-jähriger Ruderer in der Donau, nachdem sein Boot durch die Bugwelle eines Frachtkahns vollgeschlagen war [3]

Durch falsche Technik wie Rudern mit starker Kyphose oder Lordose im Durchzug können allerdings gesundheitliche Schädigungen auftreten. Zudem kommt es bei regelmäßigem Rudern durch die Scherbelastung der Haut an den Rudergriffen zu einer vermehrten Blasen- und Hornhautbildung an den Händen des Ruderers.

Wie in allen Sportarten mit Gewichtsbegrenzung kann es im Leichtgewichtsrudern bei dem Versuch, das Zielgewicht krampfhaft zu erreichen, zu gesundheitlichen Gefährdungen kommen. Zuletzt starb ein erwachsener Leichtgewichtsruderer durch übermäßiges Abkochen vor seinem Wiegetermin in Oberschleißheim am 4. Juni 2000. Er war mit einem neoprenähnlichen „Ruderanzug“ und mehreren Wollpullovern bekleidet, bei Temperaturen über 30 °C mehrere Kilometer gelaufen, bevor er zusammenbrach und später im Krankenhaus starb.

Bei den Kinderruderern liegt die Gewichtsgrenze je nach Alter und Geschlecht zwischen 45 kg und 55 kg, darüber ist man Normalgewicht; bei den B-Junioren ist die Grenze 62,5 kg (zu erreichendes Mannschaftsdurchschnittsgewicht, Höchstgewicht eines Ruderers 65 kg; andere altersbezogene Gewichtsklassen siehe 8.3 Gewichtsklassen).

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